| Hauptmenü |
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| Essen und Trinken |
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Das Frühstück besteht zumeist aus Tee oder Milchkaffee, Butter, Marmelade, Honig und gekochtem Ei, Hartwurst oder sonstigem Aufschnitt. Das Mittagessen wird von 12.00 bis 14.30 Uhr serviert. Es gibt kaum Vorspeisen, mit einer Ausnahme, dem Hortobágyi palacsinta, einem Palatschinken oder Eierkuchen mit einer leckeren Fleischfüllung und einer Rahmsoße. Suppen hingegen gibt es in einer großen Vielfalt, etwa auf Kartoffelsuppe mit Sauerrahm, Fleischbrühe mit Einlage oder mit Matzeklößen, auf Suppe aus Blumenkohl oder Tomaten. Eine Besonderheit sind die Eintopfsuppen, etwa babgulyás aus grünen oder Trockenbohnen mit Fleisch bzw. Würstchen und Nockerln, auf Jokai Art mit saurem Rahm, aber auch újházi tyúkleves, eine Hühnersuppe mit reichlich Fleisch, zahlreichen Gemüsen, Pilzen und Nudeln.
Die Fleischgerichte werden meistens aus Schweinefleisch zubereitet, doch gibt es auch sehr gute aus Rindfleisch oder Geflügel. Besonders gut sind Székely gulyás (Szekler Gulasch mit Sauerkraut und Sauerrahm), csáky rostélyos (Rostbraten mit Eierfarce), csikós tokány (geschnetzeltes Schweinefleisch mit Paprikaschoten und Tomaten), paprikáscsirke (Paprikahuhn mit dicker Paprikasoße und Nockerln), rakott burgonya (geschichtete Kartoffeln mit hartgekochten Eiern und Sauerrahm, überbacken) und natürlich auch nicht so typisch ungarische Gerichte .... Zwei Fischgerichte verdienen besondere Erwähnung, die halászlé (scharf gewürzte Suppe aus mehreren Fischsorten) und der rácponty (Raizischer Karpfen mit Kartoffeln, Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Rahm, überbacken).
Das Abendessen findet normalerweise zwischen 19 bis 23 Uhr statt und fällt mit Ausnahme besonderer Anlässe bescheidener aus. Suppen sind weniger häufig, üblicherweise wird Braten oder paniertes Fleisch bestellt und auch abends ein Dessert. Immer willkommen sind da die Gundel-Palatschinken. Károly Gundel, bisher unerreichter Meister der ungarischen Kochkunst, lebte zu Anfang des Jahrhunderts und kreierte diese köstliche Süßspeise, nämlich Palatschinken mit Cremefüllung, Schokoladensoße und Cognac, die bei Tisch flambiert werden. Der berühmteste ungarische Wein ist der Tokaji Aszú, der "König der Weine, Wein der Könige", aber auch die aus der Gegend um Eger stammenden Rotweine: Egri Bikavér (Erlauer Stierblut) und Medoc Noir, die Rotweine von Szekszárd und der Villányer Gegend sowie die Weissweine aus der Gegend des Balatons wie der Badacsonyer Riesling, der Blaustengler und der Graue Mönch sind sehr gut. Sehr zu empfehlen sind die trockenen Weißweine, und da vor allem Badacsonyi szürkebarát (Grauer Mönch), Kéknyelü (Blaustengler) oder Csopaki olaszrizling (Riesling aus Csopak). Fragen Sie ruhig auch nach einem leichten Landwein, dem Homoki asztalibor. Der Star unter den Rotweinen ist Egri bikavér (Erlauer Stierblut), doch können sich die roten Sorten aus Szekszard und Villany sowie der Soproni Kékfrankos (Ödenburger Blaufränkischer) mit ihm messen. Ebenfalls typisch für Ungarn: Wo Fasswein verkauft wird, kann man sich einen fröccs, also einen Gespritzten oder eine Schorle, bestellen. Ist der Durst nicht so groß, tut es ein kleiner aus l dl Wein und l dl Sodawasser, hat man aber richtigen Durst, muss ein großer Fröccs aus 2 dl Wein und l dl Sodawasser her.
Törley ist der wohl bekannteste ungarische Pezsgö (Sekt). Die Herstellungsmethode von Törley wurde von ihrem "Erfinder" József Törley im 19. Jahrhundert aus Frankreich importiert. Der Jungwein für den Sekt wird bis heute aus der Gegend Etyeh bezogen, welche ein ähnliches Klima wie Champagne hat. Sehr gut ist auch die Marke Hungaria.
Ungarn ist zwar ein Weinland, hat aber auch eine lange Tradition (etwa 16. Jahrhundert) von Bierbrauern und Schnapsbrennereien vorzuweisen. Als erstes wäre da der Pálinka zu nennen, ein Obstbrand der in verschiedenen Sorten angeboten wird.
Auch die Gerstensaft- Fans werden in Ungarn bestimmt nicht auf dem Trockenen sitzen. Es gibt einige ungarische Biersorten, wie Dreher, Aranyászok, Bak, Soproni Ászok, Kõbányai und Borsodi, alle diese Biere sind sehr gut und bieten für jeden Geschmack etwas. Wenn man die ungarischen Biersorten testen möchte, ist man in einer Sörözö am besten aufgehoben. Bier heißt übrigens Sör.
Am zahlreichsten findet man Espressos, etwa gleichzusetzen mit einem Cafe, wo Getränke, belegte Brote (eventuell auch überbacken) und Kuchen serviert werden. An den kleinen Tischen stellt sich intime Nähe ein, wie geschaffen für einen Flirt oder die große Liebe. Die Leute wollen im Espresso nicht nur einen Kaffee trinken, für sie spielt sich dort das gesellschaftliche Leben ab. Viele haben einen Stammplatz, wo sie geschäftliche Angelegenheiten erledigen oder den Lauf der Welt in näherer und fernerer Umgebung besprechen. In den Konditoreien möchte man selbstverständlich leckere Kuchen und Torten essen. Die erste Adresse in ganz Ungarn ist das Budapester Gerbeaud.
Die Gaststätten sind in die Standardklassen I, II und III unterteilt, doch sollte man sich nicht unbedingt darauf verlassen. Die Preise entsprechen unter Garantie der Klasse, mit der Güte des Essens oder der Bedienung kann es allerdings hapern. So ist es durchaus möglich, dass man in einer Gaststätte der unteren Kategorie für sein Geld mehr und besser isst, weil das Haus einen begnadeten Küchenchef, einen versierten Geschäftsführer oder Besitzer hat. Das sind Vorzüge, die die teuren und vornehmen Luxusetablissements manchmal vermissen lassen. Wem sich also die Gelegenheit bietet, den Rat eines Einwohners einzuholen, der sollte diese nutzen.
Tipp! Gut beraten sind Sie auch mit einer csárda am Straßenrand. Deren Einrichtung ist sicher bescheidener, doch dafür sind die Spezialitäten der Gegend gewiss um so schmackhafter.
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| Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 4. Januar 2007 ) | ||||